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1978, Prenzlauer Berg, Ost-Berlin. Eine junge Band probt Cover-Songs in Berliner Kneipen. Die DDR-Behörden erlauben den englischen Namen nicht, also nennt sich die Band Familie Silly – benannt angeblich nach einer Katze. Der eigentliche Grund: Silly klingt zu englisch, bedeutet „albern" und lässt sich schlecht kontrollieren. Das Trio Schikane und Systemkritik beginnt hier.
Das Debütalbum erschien zunächst beim West-Berliner Label Hansa – ein ungewöhnlicher Weg für eine DDR-Band – und gewann an der Bratislavská lýra, dem wichtigsten Musikpreis der RGW-Staaten. Erst danach zog das AMIGA-Label nach und brachte es 1981 unter dem Titel Tanzt Keiner Boogie? in der DDR heraus.
Die Platte klingt nach Aufbruch: Funk, Reggae, Boogie – so viel internationale Energie hatte es im DDR-Rock kaum gegeben. Sängerin Tamara Danz ist sofort unverwechselbar. „Der letzte Kunde" wurde zum Klassiker der ersten Stunde – ein Kneipensong, der die melancholische Würde des Alltags besingt. „Blue Jeans" und „Danach kräht kein Hahn mehr" folgten als Kultsongs der frühen Jahre.
Der Titel ist eine Frage. Das Album ist eine Antwort: Energetisch, ungezähmt und voller Lebensfreude, die sich im System behauptet. Eine Band auf der Suche nach sich selbst – und schon beim ersten Versuch außerordentlich.









