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Mit Scarlet hat Doja Cat ihr Image neu erfunden – und das mit einer Konsequenz, die polarisiert. Das vierte Studioalbum, erschienen im September 2023, ist ihr erstes reines Hip-Hop-Album, ohne ein einziges Feature. 17 Tracks, 17 Statements.
Amala Dlamini, wie sie bürgerlich heißt, hatte genug von den Pop-Erwartungen. Sie bezeichnete ihre beiden Vorgängeralben rückblickend als „cash grabs", hörte intensiv R&B-Legende Erykah Badu und 90s-Hip-Hop, und tauchte damit in den Ursprung ihrer eigenen Musikalität. Herausgekommen ist ein Album voller okkulter Bilderwelten, kratzbürstiger Bars und einer Selbstsicherheit, die keine Entschuldigung kennt.
„Paint the Town Red" mit seinem Dionne-Warwick-Sample wurde ihr erster Nummer-1-Hit als Solokünstlerin in den USA – und gleichzeitig das Intro in eine neue Ära. „Agora Hills" zeigt die weichere Seite: ein synth-getränkter Liebes-Track, der wie aus einem Cyberpunk-Liebesfilm klingt. Dazwischen: harte Raps, bissige Dissings und unerwartete Wendungen.
Scarlet ist kein leicht zugängliches Album – es fordert Aufmerksamkeit und belohnt sie. Es ist das Dokument einer Künstlerin, die sich entschieden hat, nicht mehr zu gefallen, sondern zu beeindrucken.









