

Utopia
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Fünf Jahre Warten. Dann: Utopia. Travis Scott hat mit seinem vierten Studioalbum, erschienen im Juli 2023, alles auf einmal gewollt – und es größtenteils auch erreicht. 19 Tracks, 75 Minuten, ein Who-is-Who der Gegenwartsmusik: Beyoncé, Drake, The Weeknd, Playboi Carti, SZA, Bad Bunny, James Blake, Kid Cudi.
Inhaltlich kreist das Album um die Frage, was Utopia bedeutet: dieser Ort oder Zustand, nach dem alle suchen, der aber im Moment des Erreichens entweder unerreichbar oder enttäuschend wird. Scott nähert sich dieser Frage mit einem Sound, der zwischen Trap, Ambient, Rock-Einflüssen und elektronischer Avantgarde wechselt – ruhelos und organisch zugleich.
„FE!N" mit Playboi Carti wurde zur Hymne einer Jugend, die sich in der Energie des Exzesses wiederfindet. „God's Country" ist ein bedrohliches, erdendes Stück. „Circus Maximus" mit The Weeknd klingt wie Stadion trifft auf spirituelles Aufbegehren. „TELEKINESIS" mit Future und SZA schließt das Album mit einer schwebenden, gleichzeitig traurigen und erhabenen Energie.
Variety nannte Utopia Scotts bisher subtilstes und innovativstes Album. Es ist das Werk eines Künstlers, der versucht, seinen eigenen Mythos zu übersteigen – und im Versuch wächst.









