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Live At Sin-éCover
Live At Sin-éCover
Jeff Buckley

Live At Sin-é

4 LP
€71.99
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Infos zum Artikel

Ein winziges irisches Café im East Village von Manhattan. Kaum mehr als ein Stuhl, eine Gitarre und die Stille vor dem ersten Ton. In diesem Raum – dem Sin-é an der St. Marks Place – spielte Jeff Buckley 1992 und 1993 montags seine Residency: experimentelle, endlos mäandernde Sets, voller Cover-Versionen von Nina Simone, Bob Dylan, Van Morrison und dem pakistanischen Qawwali-Meister Nusrat Fateh Ali Khan, dazwischen eigene Songs, die erst noch werden wollten, was sie waren. Das Publikum wuchs. Bald parkten die Limousinen der Plattenfirmen vor der Tür.

Im Oktober 1992 unterschrieb Buckley bei Columbia Records – dem Label von Bob Dylan und Bruce Springsteen – einen Dreialben-Vertrag nach einem der heftigsten Bieterkriege der Dekade. Als erste Veröffentlichung erschien im November 1993 die Live at Sin-é-EP: vier Titel, nur Stimme und Fender Telecaster. Es war der Beweis, dass hier jemand spielte, dem man zuhören musste.

Diese 4LP Box Set-Edition ist die vollständige Erweiterung dieses Moments. 34 Songs, aufgenommen an zwei Sommerabenden 1993 – 19. Juli und 17. August – erstmals auf Vinyl. Das Set kommt in einem stabilen Hard-Shell-Slipcase mit vier individuell gestalteten LP-Covern und einem achtseitigen Farbfoto-Booklet mit Liner Notes von Buckleys Mutter Mary Guibert.

Das Repertoire dieser Nächte umfasst frühe Live-Versionen von „Grace", „Mojo Pin" und „Lover, You Should've Come Over" – Songs, die ein Jahr später das Album Grace tragen würden. Dazu sein Cover von Leonard Cohens „Hallelujah", das Buckley zu seinem eigenen machte und das 2014 in das National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen wurde. Strange Fruit, eine Hymne von Billie Holiday. Night Flight von Led Zeppelin. Dink's Song. Je N'en Connais Pas La Fin. Buckley sang Lieder, die er liebte, als wären es seine eigenen – und verwandelte sie dabei in etwas Unwiederbringliches.

Jeff Buckley starb am 29. Mai 1997 im Alter von 30 Jahren. Er hinterließ ein einziges Studioalbum und diesen Raum: einen kleinen Club, eine Nacht, eine Stimme über vier Platten.


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