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Musik als Soundtrack zum Leben

Geschrieben von @thesquirrelandthefox

Bei mir war die Musik schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich habe ein Instrument gespielt, stand hinter den Turntables, habe sogar irgendwann Musikwissenschaft (zumindest zum Teil) studiert. Allerdings hat die Liebe zu den Schallplatten erst danach angefangen, Mitte/Ende 20, als Begleiterscheinung zur sogenannten Quarterlife Crisis. 

Es war eine Art Umbruch auf mehreren Ebenen: das Ende des Studiums, der Übergang in ein „richtiges Leben“, in dem man plötzlich merkt, dass der eine Job nicht so ist, wie man ihn sich vorher ausgemalt hat und die eine Beziehung nicht für immer ist.  

Es war eine Phase, in der vieles gleichzeitig passiert ist. Nicht nur das klassische endgültige Erwachsenwerden, sondern auch das Gefühl, sich selbst wiederfinden zu müssen. Und Musik war dabei immer da. Als Soundtrack zu den Höhen und Tiefen. 

Also habe ich mir einen Plattenspieler auf Ebay-Kleinanzeigen besorgt, die ersten Platten kamen nach und nach. The Temper Trap, Blink-182, Metallica, aber auch ein paar Schätze aus der alten Sammlung von meinem Vater, wie Fleetwood Mac und Dire Straits kamen als erste dazu. Aus zwei Kallax-Regalen am Anfang ist inzwischen eine Sammlung von über 600 Platten geworden. 

Heute bin ich vielleicht genau in diesem sogenannten Erwachsenenleben angekommen. Ein Job, der mich erfüllt, eine Beziehung zu einer Person, die die gleiche Leidenschaft für Musik teilt. Aus dem eher chaotischen Soundtrack damals ist etwas geworden, das sich deutlich stabiler anfühlt. Nicht schlecht, oder? 

Also habe ich drei Alben rausgesucht, die für mich besonders sind und die ich, immer wieder gerne aus dem Plattenregal raushole: 

 

Ein Klassiker der Godmother of Punk. Ich erinnere mich, gelesen zu haben, dass es als eines dieser Alben gilt, auf denen kein schlechter Song ist. Kann man so stehen lassen. Ich hatte vorher schon Radio Ethiopia in der Sammlung, und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Horses dazu kommt. Das Album bewegt sich irgendwo zwischen Punk, Rock und Lyrik. Und genau diese Mischung macht das für mich so besonders. Ich mag Patti Smith nicht nur musikalisch, sondern auch als Autorin. Ihre Bücher gehören genauso dazu. Selbstermächtigung, Haltung, Provokation (heute aktueller denn je).  

 

Der Anfang von Bullet For My Valentine und gleichzeitig ziemlich prägend für meine „Elder Emo“-Zukunft. Das 20th Anniversary Re-Release hat das alles wieder hochgeholt. Damals war ich 16 als die EP erschienen ist, die Jahre danach lief das Ding bei mir wirklich extrem oft. Späte Teenagerzeit, viel Emotion und Bullet For My Valentine wurden ziemlich schnell eine meiner Lieblingsbands. Ich habe sie übrigens vor kurzem wieder live gesehen und ja, das passt immer noch. 

The Neighbourhood – Hard to Imagine The Neighbourhood Ever Changing (2018) 

2018 habe ich zwischen London und Würzburg gependelt. Und dieses Album lief wirklich ständig. Sowohl ich als auch die Band waren damals in dieser Phase, in der sich vieles neu sortieren musste. Das hört man dem Album auch an. Unsicherheit, Umbruch, die Frage, wer man eigentlich ist, wenn sich alles verändert. Rückblickend passt das ziemlich genau zu der Zeit. Und es ist irgendwie witzig, dass inzwischen auch mein Kind das Album hört. Hätte ich damals nicht gedacht. 

 

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